Witterungsbedingte Risiken nehmen für landwirtschaftliche und gartenbauliche Betriebe – auch in Hamburg – zu. Ohne schützende Maßnahmen sind Betriebe den witterungsbedingten Gefahren verstärkt ausgesetzt. Schon heute müssen landwirtschaftliche Betriebe aller Produktionsrichtungen ihre Wirtschaftsweise den veränderten klimatischen Bedingungen und deren Folgen anpassen. Dafür müssen bei einer ganzheitlichen Betrachtung der Betriebe u.a. Produktions- und Anbauverfahren, Kulturtechnik, Bebauung, Wassermanagement und der Pflanzenschutz mitgedacht werden.
Wie können Betriebe heute und in Zukunft diese Herausforderungen bewältigen und welche Maßnahmen können dabei unterstützen?
Im Februar 2025 hat die Freie und Hansestadt Hamburg ihre Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels veröffentlicht. Für den Agrarsektor ist vorgesehen, das einzelbetriebliche Risikomanagement angesichts zunehmender witterungsbedingter Risiken deutlich zu stärken. Der Weg dorthin ist bisher kaum beschrieben und erforscht. Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) hat aus diesem Grund das Projekt “Hamburgs Landwirtschaft und Gartenbau gegenüber dem Klimawandel stärken (HaLaGa)” mit einer gut einjährigen Laufzeit von November 2024 bis Dezember 2025 bewilligt.
Den Zuschlag für die Durchführung des Projekts hat das Projektteam vom GERICS unter der Leitung von Dr. Juliane El Zohbi erhalten. Das GERICS (Climate Service Center Germany) ist ein wissenschaftliches Institut des Helmholtz-Zentrums Hereon, das praxisorientierte Klimainformationen entwickelt.
In enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Landwirtschaft und Gartenbau aus dem Geschäftsbereich Beratung der Landwirtschaftskammer Hamburg sollen entsprechende Lösungsansätze für ein klimabedingtes Risikomanagement von Betrieben der Agrarwirtschaft in Hamburg formuliert werden.
Ein Projektteilnehmer aus der Praxis ist der Betrieb von Markus Moka in Hamburg-Neuengamme. Er ist spezialisiert auf die Produktion von Maiglöckchen (Maiblumen) und beobachtet stetig wie sich Klimaveränderungen auf die Kultur auswirken.
Der Journalist Markus Wanzeck, Mitglied der Reportervereinigung Zeitenspiegel und Redakteur beim Umweltmagazin atmo, hat die Projektverantwortliche Dr. Juliane El Zohbi bei Ihrer Recherche in den Betrieb von Markus Moka begleitet.
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Der Artikel ist erschienen im Publik-Forum, kritisch – christlich – unabhängig, Oberursel, Ausgabe 3/2026
https://www.publik-forum.de/politik-gesellschaft/wenn-es-den-maigloeckchen-zu-warm-wird